Willkommen auf der Allgäuer Freilichtbühne Altusried! Wir bieten Ihnen einen besonderen Schauplatz für ganz besondere Aufführungen. Freuen Sie sich auf herausragenden Kulturgenuss in atemberaubender Atmosphäre auf einer der schönsten Open-Air-Bühnen Deutschlands!
Die alle drei bis vier Jahre stattfindenden Allgäuer Freilichtspiele sind sicher das bekannteste Aushängeschild von Altusried. So haben allein im Sommer 2005 rund 67.000 Besucher Schillers romantische Tragödie um die "Jungfrau von Orleans" verfolgt, die Aufführungen von "Andreas Hofer" im Jahr 2009 lockten fast 65.000 Zuschauer an.
Zwischen und neben den Freilichtspielen erwarten Sie bei unseren Sommerfestivals einzigartige Konzerthighlights mit erstklassigen Ensembles in Altusried. Von Opern und Operetten über Musicals und klassische Konzerte bis zu Schlagern und volkstümlicher Musik - hier ist für jeden Geschmack etwas dabei! Besondere Publikumsmagneten sind in jedem Sommer die Altusrieder Produktionen mit ihren zahlreichen Mitwirkenden, farbenprächtigen Kostümen und stimmungsvollen Kulissen.Werfen Sie doch mal einen Blick auf unser aktuelles Programm!
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Zahlen und DatenDie Tribüne wurde erstmals bei den Freilichtspielen im Jahr 1999 ("Bauernkrieg im Allgäu") bespielt und war seitdem Schauplatz vieler erfolgreicher Veranstaltungen. Die imposante Konstruktion mit dem geschwungenen Dach ist ein architektonisches Schmuckstück in der Region. Unter dem Tribünendach mit 3165 qm Fläche finden 2.500 Zuschauer geschützt Platz - mit bester Sicht auf die großflächige Naturbühne. Unterteilt in Spielfeld und Spielhang bietet das Freilichtspielgelände mehr als 4.500 qm Platz für eindrucksvolle Szenenbilder, unterstützt von digitaler Ton- und Lichttechnik.
Hinweise für Rollstuhlfahrer und Behinderte: Unsere Freilichtbühne besitzt einen eigens ausgewiesenen Behindertenparkplatz (oberhalb der Firma Hartmann). Von dort aus erreicht man über einen Steg und einen eigenen Eingang barrierefrei die Tribünenanlage. Die Behindertentoiletten sind über einen gepflasterten Weg erreichbar. Unser Personal vor Ort ist Ihnen natürlich gerne behilflich. Weitere Auskünfte erhalten Sie zudem in unserem Kartenbüro. |
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Besucherzahlen
Insgesamt besuchten in den Jahren 1999 bis 2010 über 600.000 Zuschauer die bislang 285 Aufführungen. Die einzelnen Gastspiele können Sie auf der Seite "Sommerfestivals" nachlesen.
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Jahr
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Aufführungen
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Besucher
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1999
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28x "Bauernkrieg im Allgäu" + 2 Gastspiele
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ca. 70.000
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2000
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12x "Der gestiefelte Kater" + 16 Gastspiele
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ca. 46.000
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2001
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9x "Der Brandner Kaspar" + 14 Gastspiele
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ca. 44.000
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2002
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32x "Wilhelm Tell" + 2 Gastspiele
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ca. 77.500
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2003
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9x "Schneewittchen" + 12 Gastspiele
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ca. 48.000
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2004
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9x "Im weißen Rössl" + 11 Gastspiele
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ca. 47.000
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2005
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32x "Die Jungfrau von Orleans" + 5 Gastspiele
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ca. 78.000
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2006
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10x "König Drosselbart" + 4 x "Viel Lärm um Nichts" + 5 Gastspiele
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ca. 36.000
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2007
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12x "Anatevka" + 7 Gastspiele
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ca. 42.500
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2008
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4 Gastspiele (darunter 9x "Zigeunerbaron") |
ca. 27.500
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2009
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32x "Andreas Hofer" + 4 Gastspiele |
ca. 73.000
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2010
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11x "Aschenputtel" + 3 Gastspiele (darunter 12x "Der Vogelhändler") |
Maße und Technik
Tribünengebäude
Außenanlagen
Verpflegung Vor dem Spiel und in den Pausen im Kartenvorverkauf Kartenvorverkauf mittels moderner EDV-Anlage mit spezieller Software für Kartenbuchung, Kartenbestellung, Kundenverwaltung und Rechnungswesen. Lichttechnik
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Tontechnik Fremdveranstaltern wird die Verwendung unserer Tonanlage empfohlen, da diese auf die Tribüne abgestimmt ist und so optimalen digitalen Sound bietet.
Extras Digitale Videoaufzeichnung und pyrotechnische Effekte stehen bei Bedarf zusätzlich zur Verfügung |
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Eine Idee nimmt Gestalt an - Chronik des Bühnenbaus
Das Altusrieder Freilichtspiel wird zwar seit 1952 im Areal am Riedbach aufgeführt, dennoch war es lange Zeit gar nicht im Eigentum der Gemeinde. Dies war natürlich keine ideale Voraussetzung, um die Ideen und Pläne von einem Freilichtspiel der Zukunft wahr machen zu können. Schon 1991 begab man sich deshalb auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück, fand aber - das wird jeder, der hier schon einmal ein Stück gesehen hat, verstehen - kein besseres.
Nachdem der Marktgemeinderat mit Bürgermeister Hans Rausch und der Freilichtspielausschuss am 10. August 1992 dem Kauf zugestimmt hatten, kaufte die Gemeinde am 06. Dezember 1993 für 1,2 Millionen Mark das Gelände. Die Altusrieder haben es sich verdient, und das ist hier wörtlich zu nehmen: Der Preis wurde mit Einnahmen früherer Spiele finanziert.
Schon wurden erste Überlegungen angestellt, eine feste Tribüne zu installieren, denn bisher wurde sie nach jedem Spiel wieder abgebaut. Die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes und das Bebauungsplanverfahren wurden ab Januar 1994 betrieben und mussten so manche Hürde, wie beispielsweise die strengen Vorschriften zum Lärmschutz, überwinden. Am 15. Dezember 1995 befasste sich der Marktgemeinderat mit mehreren Ausführungsvarianten (Stahl, Beton, Holz, Textil). Am 7. März 1996 wurde ein geologisches Gutachten des Geländes erstellt.
Die Altusrieder wurden auf Bürgerversammlungen immer über den letzten Stand der Dinge bei "ihren" Freilichtspielen informiert. Am 6. März 1997 fiel dann der entscheidende Beschluss im Gemeinderat und damit das Votum für eine Tribüne in Holz und in der einzigartigen Wellenform, die man heute bewundern kann. Der Architekt Leopold Mohr aus Altusried übernahm die Bauplanung, Prof. Julius Natterer, Lausanne, die Tragwerksplanung.
Wieder war es eine Bürgerversammlung, die das erste Stück für die neue Bühne bestimmte: "Anno 1525 - Bauernkrieg im Allgäu".
Von da an ging es Schlag auf Schlag: Am 18. August und 30. Oktober wurden die Baugenehmigungen erteilt, der erste Spatenstich fand am 22. September 1997 statt. Die Betonarbeiten im Kellerbereich beschäftigten die Bauarbeiter im Laufe des Jahres 1998. Die Fachwerkträger standen im April 1999. Dass diese wundervolle Tribüne aber heute tatsächlich so eindrucksvoll dasteht, war nicht zuletzt den unzähligen Arbeitsstunden zu verdanken, die die Altusrieder in "ihr" Gelände investiert haben.


Baubeschreibung: (Quelle: IEZ Natterer GmbH, www.iez-natterer.de)
Die Konstruktion wird getragen von fünf auskragenden, räumlichen Fachwerkträgern aus Rundhölzern mit einem Durchmesser von 30 bis 50 cm und einer Länge bis zu 14m. An drei Stellen lagern die insgesamt 31m langen Kragträger auf den Betonstützen und Stahlabspannungen auf. Die Tribünenschale ist in Holz-Beton-Verbundbauweise bis zu 9 Meter gespannt. Das Dach besteht aus verleimten Holz-Hängerippen, auf die wiederum die Dachschale diagonal aufgenagelt ist. Die Verbindungstechnik wurde mit dem Bertsche Verbundsystem ausgeführt, die Horizontalkräfte in den Giebelfeldern durch die A-förmigen Abspannböcke aufgenommen. So entstand ein leichtes und aussteifendes Flächendach, das dem Dach anmutigen Schwung verleiht. Das geschwungene Bühnendach demonstriert eindrucksvoll, dass Ingenieure dem Holz mittlerweile neue Bereiche als Baustoff erschlossen haben, und dass Architekten und Konstrukteure auch bereit sind, einer innovativen architektonischen Ästhetik neue Dimensionen zu eröffnen. Beispielgebend bei diesem Bau war auch der Einsatz der Holzbetonverbund bzw. Brettstapelbauweise bei der Tribüne, den Gaderoben und den Aufenthaltsräumen. Auch das Prinzip der lokalen Wertschöpfung wurde vorbildlich umgesetzt. So wurden für den Bau nur einheimisches Holz der Gemeinde verwendet, das von den ansässigen Sägereien und Zimmereien verarbeitet wurde.




